Das Hauptstadtrudel
Altdeutsche Hütehunde in Berlin

Highlights des Tages

Hier werden Anekdötchen, die einem so täglich widerfahren, wiedergegeben.

Die meisten Anekdötchen werden sicherlich aus dem Bezirk Prenzlauer Berg kommen, das sogenannte Bötzowviertel - dieser Bezirk ist unerschöpflich, wenn es um die Menschenblüten geht, was sie so für Auswüchse treiben können.

Prenzelberg war  mal ein alter Arbeiterbezirk. Inzwischen haben Studenten den Bezirk entdeckt und das Bötzowviertel vor allem "zugereiste" Mamis und Papis mit ihrem Nachwuchs.

Der eine oder andere kann sich vielleicht schon jetzt vorstellen, wie sich das Zusammenleben von Hundehaltern und Eltern so gestaltet.

Ich schreibe das alles in Ich-Form, auch wenn es Bernd erlebt hat, der es mir wiedererzählt. Hinter dem Datum steht  B für Bernd oder G für Gabi als Erleber des Highlights.




10.07.2010

Wieder ein Monat vergangen!!!

Weil das zu dem hiesigen Thema passt, erzähl ich Euch ein bißchen von unserem Urlaub.

Wir waren hier:





Schön, wa?!!

Ganz hinten, am Horizont, ist das Mittelmeer. Braucht Euch nicht anzustrengen, kann man auf dem Bild nicht sehen. Aber bei gaaaanz klarer Sicht kann man an einer ganz bestimmten Stelle zwischen den Hügeln ein Streifen Meer erkennen. Ich sach aber nicht wo .

Ihr seht auf dem Bild das kleine Dörfchen Soumont, welches nahe Lodevé liegt und das Städtchen liegt nicht sooo weit von Montpellier entfernt. In diesem Dörfchen haben wir 16 Tage verbracht. Sehr ruhig, viel Landschaft, viele Hügel und tiefe Täler - und leider, leider kaum Rundwanderwege. Viele Wege enden einfach im Nirwana. Aber was wir stolz behaupten können: Wir sind auch den Jacobs-Weg entlanggewandert!!! Wenn auch nur 2,5 km hin und 2,5 km zurück, dafür mehrfach. Der Weg führt direkt hinter unserem Domizil vorbei.

Für unsere Hunde war es das Paradies. Alle Hunde im Dorf bewegten sich frei. Und wir hatten häufig Gäste.

Ton-Ton, seines Zeichens Feldherrenhügel-Besitzer und Kleinwuschel, dem durch die hundlichen Dörfler nicht genügend Respekt gezollt wurde (man nannte ihn auch Napoleon ), freute sich über Willi, der ihm hilfreich zur Seite stand, seinen Hügel zu verteidigen. Kaum ließ sich ein Feind blicken, ging die wilde Hatz über den Hügel los. Allerdings war Willi zum Leidwesen von Ton-Ton nicht sehr standhaft, wenn es darum ging, die Verteidigungslinie zu halten. Kaum war der Sprint über den Hügel absolivert, wurde der Feind herzlich zu einer Spielrunde eingeladen und danach zum gemütlichen Beisammenliegen auf der Terrasse bei Wein - für Willi gerne eine Schlückchen Bier, Weib - Jenny's Lieblingsrolle als Oberzicke - und Gesang - naja, eigentlich mehr das ständige Gekläffe von Ton-Ton, der partout kein perfekter Gastgeber sein wollte und sich nach Kräften bemühte, dem Besuch den Aufenthalt zu vergällen, bis er von uns der Terrasse verwiesen wurde; ab ins Körbchen!




Links der Hügel, der vom Feind als Einfallschneise genutzt wurde. Aber auch die Straße musste ständig im Auge behalten werden, denn auch von hier war Feindannäherung nicht ausgeschlossen.

Also ganz kurz gefasst: Den Hunden ging es gut!

Und was ich zum Schluss noch anmerken möchte:

Wir waren sehr überrascht, wie entspannt die Franzosen mit Hunden umgehen. Wir haben unsere Süßen überall hin mitgenommen und niemals wurden wir auch nur einmal schief angesehen. Selbst auf dem Markt waren unsere Hunde kein Problem; die Franzosen haben selbst ihre Hunde ganz selbstverständlich mitgenommen.

Nicht einmal in den Städten gabs schiefe Blicke und ganz besonders haben uns die Kinder erstaunt. Sie kamen gelaufen, um die Hunde zu streicheln und nicht einmal haben wir gesehen, dass Mamies ihre Kinder angstvoll von den Hunden weggerissen haben. Es war eine Wohltat und ich hoffe, es bleibt in France so.

Gibts eigentlich Beißvorfälle in Frankreich?

Aber wie wir auch gehört haben, ist natürlich nicht immer alles Gras grün hinter Nachbars Gartenzaun und wenn ein Hund sehr über die Stränge schlägt, gibts auch Maulkorb. Filou, ein wunderschöner Labbi, musste einen solchen tragen, wenn er - frei - durchs Dorf streifte. Dabei war er eine Seele von Hund; nur wenn ihn ein anderer Hund attackierte, dann packte er schon zu und zu seinem Pech wurde das von Mensch beobachtet. Aber wenigstens muss er nicht in den Zwinger oder an die Kette.

Die Jagdhunde sind allerdings ständig im Zwinger eingesperrt und mit denen geht man eigentlich auch nicht spazieren. In Soumont waren die Zwinger aber sehr groß - ich würde mal sagen, so ein Zwinger mit drei Hunden hatte eine Auslauffläche von 300 qm und mehr und die Hunde waren nicht in Einzelhaft. 

Und endlich ganz zum Schluß:






Wer hofft, mit dem Hund Urlaub am Meer machen zu können, wird wohl enttäuscht werden. Kilometerlang ist Hund am Strand verboten und der Hundestrand befindet sich kurz vor dem Hafen von Grande Motte und ist eine vom Meer künstlich durch die Mauer abgetrennte Bucht. Und weit und breit kein Schattenplätzchen!!! Nix für uns, deswegen waren wir nur einmal dort. Und die Flamingos durften wir auch nicht  (Camargue) bewundern. Hundeverbot. Ob die ganze Camargue für Hunde verboten ist, wissen wir nicht, weil uns dann die Lust vergangen ist, weiter zu fahren.


10.06.2010

Sommerzeit, Parkzeit, Mamis auf allen Wegen und Stegen .

Uns Schatzi, wir kennen ihn ja alle, den Schrecken der Mami-Welt, der Rächer der Bepeltzen, der Beschützer von verlassenen und verachteten Vierfüßlern, er hat wieder zugeschlagen!

Naja, nur sinnbildlich, dafür wie immer, direkt deftig, ohne Schnörkel in klarer leicht verständlicher Sprache für Jedermann.

Wer im großzügigen urbanen Leben bewandert ist, kennt sie ja, die "draußen läßts sich bestens Leben"-Fanatiker, und davon gibt es hier ganz viele, was ja ansich verständlich und auch nicht verwerflich ist, nur manchmal lästig bis lustig. Gerade noch gestern fuhren wir mit dem Auto am Friedrichshainer Park vorbei und ich sag zu Schatzi: "Hey, hier brennts irgendwo! Siehste den Qualm da vorne!" Naja, das waren dann aber doch nur die Rauchschwaden vom Park, der die sechsspurige Straße in dichten Neben gehüllt hat - das war dann eindeutig zu riechen - schwerer Fleischduft auf mehreren hundert Meter. Die armen Anwohner; wenn du nicht willst, dass deine Buchte nach Würstchenbude stinkt, müssen die Fenster wohl auch über Nacht zu bleiben. Des einen Freud ist des anderen Leid.

Heute nun hat sich Schatzi - wider besseren Wissens - in den nahen Park gewagt und es sich auf einer Bank bequem gemacht, um das schöne Wetter zu genießen. Den Wauzies wars zu warm,  um sich sportiv auf dem Rasen zu betätigen, also lagen sie unter der Bank bzw. unterm Busch, dass man sie kaum gesehen hat.

Nun kommt sie natürlich, die Mami und beschwert sich, dass das wohl eine Frechheit wäre, die Hunde ohne Leine im Park, wo sich hier Erholungssuchende aufhalten würden, die sich beeinträchtigt fühlen müssen, durch das Ungetier, was der Schatzi da mit sich führe,  nun noch zur Krönung der absichtlichen Bösartigkeit  versteckt - meuchlings sozusagen - auf das Unschuldige lauere.

Alle Hinweise darauf, dass er sich selbst auch zu den Erholungssuchenden zähle und er auch letztlich damit leben müsse, dass sein Bedürfnis nach die "Seele baumeln lassen" gestört würde durch die Massen an Menschen aller Größen, die schreiend und kreischend den Park bevölkern, das Atmen schwer machten durch tonnenweises verbrennen von Fleisch etc. pp., stimmte die Mami nicht milder. Dahindösende Hunde bringen den Menschen dem Herzinfarkt ganz nahe! Nun, Schatzi hat sich letztlich von ihr empfohlen als er sie bat, zuzusehen, dass sie nun weiterkomme. Es widerstrebte ihr schon, aber ich glaube, Schatzi hat den jahrelang eingeübten ultimativen bösen Blick hervorgezückt, der duldet keinen Widerspruch 



03.06.2010

Eigentlich gibts nix Dolles, was die Welt interessieren könnte. Aber da der letzte Eintrag doch schon ewig her ist, plauder ich ein bißchen was aus der Westentasche.

Unser Willi hat sich ja wirklich zu einem Schäfchen entwickelt. Soll heißen, wir können ihn inzwischen sehr gut einschätzen und er hat weitgehendst verstanden, dass es für ihn nix  zu regeln gibt. Außer im Dunkeln, da zeigt er eine erhöhte Bereitschaft, sich eingebildeten Bedrohungen entgegenzustellen. Schon wenn ich mich der Straßenecke nähere, sind die Ohren gespitzt und egal, ob da nun jemand ist oder nicht, kann es sein, dass er schonmal prophylaktisch einen Beller ablässt. Aber es reicht schon ein "Willi" und ein Augenverdrehn und er schaltet wieder auf Normalmodus.

Kürzlich war Schatzi - allerdings tagsüber - wieder auf großer Gassirunde auf den Straßen unterwegs, als er vor sich ein ältliches Dämchen erblickt, die sich immer wieder zu ihm umdreht. Wir kennen sie ja, unsere Pappenheimer: Entweder die älteren Herrschaften sind sowas von locker oder es dreht mit ihnen durch, was Zucht und Ordnung angeht. Jedenfalls ist er schon auf der Höhe des Altfräulleins angelangt, als plötzlich ein Regenschirm barriereartig hervorschnellt und ihm den Weg versperrt. Das ging so blitzschnell, dass Schatzi tatsächlich vor dem Schirmchen halt machte - was ein guter Deutscher ist, akzeptiert auch solch Begrenzung  - und ein zackiges Halt tat sein Übriges. "Die Hunde gehören an die Leine!!! Die sind groß und gefährlich!!!!"

Ich gebe jetzt nicht wieder, was Schatzi zu der lieblichen Omi gesagt hat, weil die allerbeste Kinderstube wollte sich nicht einfinden. Aber so sind sie: Entweder schleppen sie tonnenweise Leckerchen in ihren Handtaschen mit, um die Aufmerksamkeit der Süßen zu sichern oder sie mutieren  zum Hüter des Gesetzes - auch des selbstgestricktem.

Ach ja, und jetzt habe ich ja die Quintessenz vergessen zu erwähnen: Obwohl die alte Dame sich sehr bedrohlich verhalten hat und noch dazu mit ihrem Schirm rumgefuchtelt hat, blieben die beiden Wauzies sowas von locker daneben stehen, als sei das "das nomaaalste vonne Welt". Das wäre zu Willis Anfangszeiten in jedem Fall ins Auge gegangen, zumindest aber in den Schirm.

Da fällt mir gleich noch so eine Anekdote ein, die ich kürzlich selbst live und in Faaabe miterleben durfte:

Ich nehm die Schnuckies sonntags immer mit zum Brötchenkauf beim Bäcker um die Ecke und da müssen die brav sitzend auf mich warten - ohne Leine - versteht sich. Ein Äuglein habe ich aber immer auf die Zworgels, weil man kann ja nie wissen, was sich draußen so rumtreibt und meine Augensterne in Gefahr bringen könnte. Und es kommt natürlich, wie es kommen muss: So ein junges Dingelchen im kurzen Schottenröckchen ist ganz verzückt über die beiden brav Sitzenden, dass sie doch ein Erinnerungsfoto schießen muss. Wieso sie sich aber im  Zentimeterabstand vor die Hunde stellen und dann über diese gebeugt von oben Fotos machen musste, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Mir stockte der Blut!!!ich denke, die fällt gleich zwischen die oder schlimmer noch auf die Zworgels drauf und ich wollte schon hinaus eilen, als ich sah, wie Willi und Jenny einfach ganz nonchalant einer rechts einer links sich an der Sichtbehinderung - ohne aufzustehen, versteht sich -  vorbeibeugten, um ja nicht den Moment zu verpassen, wenn ich den Bäcker verlasse.

Ich bin immer wieder erstaunt, was Hunde alles so mit sich machen lassen, was eigentlich in ihrer Welt ein NO GO ist.




27.02.10

Ein neues Jahrzehnt hat begonnen und es haben sich einige Dinge geändert.

Die traurigste Änderung ist natürlich der Tod von Dingo. Dazu lest Ihr mehr unter "Fuchs Dingo".

Dann sind wir seit dem 31.12.09 nicht mehr in Prenzelberg. Wir haben unseren kleinen Laden aufgegeben und machen "nur" noch einen Online-Shop.

Das  heißt also für Euch: Keine Geschichten mehr aus dem Prenzel-Kiez.

Mal sehen, wie es sich hier so in Lichtenberg weiter entwickelt. Jetzt ist ja Schatzi auch hier tagtäglich unterwegs. Eines ist jedoch schonmal klar; die Mamis mit Kind sind hier überwiegend 20 Jahre jünger als im Prenzel-Kiez und nicht ganz so verkrampft; da kommt dann schonmal eher die Berliner Type durch: Herz mit Schnauze. Hier kiekt die Oma noch den janzen Tach aus'm Fenster und freut sich über'n kurzen Plausch. 

Aber es wird merklich, es findet ein Wandel statt. Während es vor Jahren hier abends schon fast unheimlich ruhig war, kaum einer auf der Straße, boxt jetzt hier nachts der Papst im Kettenhemd - ein ständiges Kommen und Gehen, die ganze Nacht. Es wohnen auch immer mehr junge Leute hier, die ja auch erst ab 23.00 Uhr munter werden und ihre Wohnungen verlassen. Die Gegend scheint attraktiv zu werden, weil die Mieten hier noch nicht so hoch sind, aber man doch recht dicht am Puls der Stadt lebt - bis zum Alex mit der U-Bahn 10 Minuten, Friedrichshain mit dem großen Kneipen- und Café-Angebot um die Ecke, Prenzelberg auch nur 10 Minuten mit der S-Bahn ...

Vielleicht  ziehen wir doch an den Stadtrand. Mit jetzt nur noch zwei Hunden stehen die Chancen besser; mit drei großen Hunden war ein Umzug undenkbar. Wer will schon drei große Hunde in seiner Wohnung - das kann nur Dreck und Gestank bedeuten .



29.11.09

Nicht viel Neues an der Front. Kleine  Kabbeleien sind nach wie vor an der Tagesordnung und selten bleiben sie einem noch im Gedächtnis, weil sie sich halt täglich wiederholen und zum Einerlei werden. Irgendwann stumpft ein jeder ab und man guckt schon bald nicht mal mehr hoch, sondert geht gemächlich seines Weges.

Kürzlich hatte ich ein Erlebnis im Hundeauslaufgebiet des Grunewaldes. Man nimmt sich ja immer wieder vor, absolut ruhig zu bleiben und sich  nicht auf Diskussionen einzulassen, aber manchmal helfen die guten Vorsätze wenig.

Meine Wurschtels haben es gelernt, Fahrradfahrer, Jogger und sonstiges Menschliches im allgemeinen zu ignorieren. So wird es von ihnen allerorts gehalten - ob im Wald oder in der Stadt: fremde Menschen sind nicht existent.

Entsprechend schlendern sie natürlich auch von rechts nach links des Weges und kümmern sich um keine dieser Zweibeiner. Natürlich ist das für sehr schnell Daherkommende schwer einzuschätzen, wohin der Weg des Hundes nun führt. Kommen unsere werten Waldflitzer von vorne, mache ich mir häufig die Mühe, die Wurschtels auf eine Seite zu dirigieren. Kommen diese aber von hinten angerast, höre ich sie einfach nicht. Das interessiert die Waldflitzer aber herzlich wenig, denn sie haben ja nunmal Vorfahrt immer und überall und diese wollen sie auch durchsetzen. Gegen alle Vernunft, einfach um des Rechthabenwollens und der exponierten Stellung des Menschen überhaupt gegenüber allem, was auf dieser Welt so kreucht und fleucht oder so dümmlich rumwächst. Nun war es im Auslaufgebiet wieder einmal so weit, dass in Ganzkörperkondom und Plastikschale auf dem Kopf drei Sportis auf ihren stählernen Pferdchen daherkamen und ihre Geschwindigkeit der Situation wenig angemessen verringerten und deswegen doch tatsächlich kurz abbremsen mussten, um eine Kollision zu verhindern. Einer der Windschnittigen brubbelte irgendetwas, was ich leider nicht verstand, aber der Tonlage nach jedenfalls nicht freundlich gesinnt war. Ich wollte dann doch mal darauf hinweisen, dass ein etwas gemäßigteres Tempo der Sachlage dienlich wäre und im übrigen man sich im Hundeauslaufgebiet befände. Darauf bremste der Engbekleidete mit Plastikschüssel auf dem Kopf - irgendwie sehen die immer wie ein Alien aus, auf jeden Fall zwischen peinlich und lächerlich - und raunzte mich an, dass ja wohl Rücksichtnahme auf beiden Seiten zu erfolgen hätte und ich gefälligst meine Hunde an die Leine  zu nehmen hätte, wenn Radfahrer den Weg nutzten. Mein Argument, dass das irgendwie doch paradox wäre, schließlich wäre das ein Hundeauslaufgebiet und wenn Radfahrer sich hierin unbedingt bewegen wollten, wäre es doch nichts anderes als Recht und Billig, wenn sie sich auf die freilaufenden Hunde einstellen würden. Das hätte er ja, meinte das schwarze Kondom mit Plastikpilzhut - er hätte seine Geschwindigkeit verringert. Nun, das ist natürlich relativ,  meinte ich. Von 30 km/h auf 29,5 km/h ist natürlich eine Verringerung, aber der Situation nicht Genüge getan. Das schwarze Kondom wurde dann recht heftig, und ich auch und als er sich dann auch noch damit  brüstete, wieviele Hunde er schon aus seinem Vorderrad gekratzt habe, habe ich ihm gewünscht, dass dann doch der Nächste ihm hoffentlich das Genick brechen lässt. Schlussendlich habe ich ihm das schlimmste Schimpfwort derzeit in Berlin überhaupt hinterhergebrüllt "Schwabe!".

Die in Berlin zugezogenen Schwaben mögen mir verzeihen und die, die Zuhause geblieben sind, sowieso. Es gibt wie immer: Solche und Solche

Und jetzt noch einige Bilder von heute:

















28.10.09

Tja, Leute, es gibt nix Neues - das alte wird geflickt und täglich grüßt das Murmeltier.

Die dunkle Jahreszeit ist ja nun angebrochen und wir haben die Leuchties für unsere Wurschtels wieder rausgeholt.

Guckst Du hier:




Ich weiß, keine tolle Quali, soll doch nur das schöne Leuchten zeigen!
Die Kommentare sind: "Haben wir denn schon Weihnachten?" "Eyh, guck mal, 'ne Lichterkette" "Sind wir auf'm Rummelplatz, oder was?"
Jedenfalls immer positive Reaktionen.

Die Dinger sind wirklich eine Hilfe; wär ich doch beinahe auf einen unbeleuchteten Dackel getreten!! Der hat aber glücklicherweise schon im Vorfeld gequiekt wie ein kleines Schweinchen; vorgezogenes Halloween war das. Die Besitzerin hat gelacht und mir ging das Herzchen - so kann man alte Leute auch zu Tode bringen .

Aber doch, eine kleine Geschichte von kürzlich hab ich noch:

Schatzi geht mit "seinen Beiden" zur Arbeit durch einen kleinen Park, als er von weitem eine Mami mit Kinderwagen plus Kleinkind auf dem Mitfahrertrittbrett plus Junghund-Weimi an der Leine ihm entgegenkommend wahrnimmt. Der Weimi war recht ungestüm und Schatzi bemerkte, dass die Mami genervt mit dem Weimi kämpfte - recht erfolglos schien es. Um die Sache für den Weimi und die Mami nicht noch zu steigern, hat sich Schatzi mit seinen Beiden etwas abseits vomWeg positioniert und die Beiden mußten absitzen. Aber der Weimi hat natürlich die Kumpels schon gesichtet und machte nun erst recht den Hampelmann. Derweil fing das Kleinkind auf dem Trittbrett an zu greinen und die Mami verlor wohl endgültig ihr inneres Gleichgewicht und herrschte den völlig ahnungslosen, still mit den Hunden - in der Ecke sozusagen - verharrenden Schatzi an: Er solle gefälligst seine Köter an die Leine nehmen! Nach kurzem Ringen seine Fassung wieder gefunden, gabs Kontra für die Mami, er würde es begrüßen, wenn sie gefälligst mit ihrem Hund weiterkomme, er stünde nicht noch länger wie ein Ölgötze rum, bis sie es vielleicht - in Stunden eventuell - mal geschafft hat, ihren Hund ordentlich vorbeizuführen. Die Mami hat es sich dann aber nicht nehmen lassen, die logische Schlussfolgerung zu ziehen: "Ist ja kein Wunder, dass  immer mehr Leute auf die Hunde schimpfen, Ihr mit Euren Hunden ohne Leine!"

Was lernen wir daraus? Die Leine machts! Damit gehörst Du zu den Guten! Und wenn es noch so von A.... ist, wie sich dein Hund an derselbigen benimmt.

Ach, und noch eine kleine Geschichte, weil es so schön ist, wenn die Hundehalter untereinander sich so richtig mögen:

Schatzi kommt so seines Weges daher und nimmt einen Mann wahr, der an der Heckklappe seines Autos steht und ihn mit bösem Blick bedenkt. Och, denkt er sich, wieder so einer, dem Hunde sehr ans Herz gewachsen wären, würde man sie einzig im Zoo besichtigen können. Solch Provokationen gewöhnt macht er sich nicht mehr immer was draus, außer manchmal. Nun fast auf Höhe des Mannes angelangt, blökt ihm dieser entgegen: "Wollen Sie nicht endlich ihre Hunde an die Leine machen?" " Er fände keinen Anlass dafür", gab Schatzi hochfreundlich zurück. "Ja, wenn ich jetzt meinen Hund rauslasse, dann dürftest du wohl ein Problem haben", erklärte jener Mann und öffnete seine Kofferraumklappe ein Stück, wo ein AmStaff oder Pitti (man kann sie als Laie nicht so wirklich gut unterscheiden) herauslugte. "Das Problem liegt wohl bei dir, denn offenbar hast du deinen Kampfschmuser nicht im Griff, ich meine schon", sprach Schatzi und schlenderte gemächlich mit den Wurschtels bei Fuß am tobenden Männlein, der noch etwas von Leinenzwang für alle kreischte, vorbei. Rausgelassen hat er seinen Rundkopf nicht - vielleicht war er genau das nicht, was er vorgeblich sein sollte, wer weiß.

Schade, dass Hundeleute so gegeneinander arbeiten müssen - ob es auch ein bisschen der Hass darauf ist, dass es generellen Leinenzwang für die Listenhunde gibt? Verstehen könnt ichs, aber es trifft die Falschen.



25.09.09

Wie die Zeit vergeht, und nix Neues für Euch!

Aber doch etwas, was uns ein bißchen aufgeregt hat - alles natürlich ohne den Anspruch, die Wahrheit gepachtet zu haben:

Im Prenzel-Kietz hat man ja die Gelegenheit, neben Kind und Kegel auch so manch Mensch mit Hund beäugen zu können. So gibt es hier so einige, die einen dieser schönen Modehunde "Weimaraner" ihr Eigen nennen. Wer Weimaraner kennt, braucht sicher nicht nähere Info's -nur soviel: es verhält sich ähnlich wie mit den AH's - schön und schwierig - zumindest in den falschen Händen.

Schon vor einigen Monden hatte Schatzi eine Dame beobachtet, die ihrem Jung-Weimi Benimm beizubringen versuchte und in untertäniger Rücksichtnahme gegenüber allem und jedem dem Hund ein permanentes "Bei-Fuß-Gehen" abverlangte, dass es nur so ein trauriges Bild war. Kein Schnüffeln rechts oder links, ein kurzes Stehenbleiben war ein No-Go. Durfte er eigentlich Pinkeln? Gesehen wurde es nicht - vermutlich war das große und kleine Geschäft im Laufschrift zu verrichten, so nebenher eben. Ein Hundekontakt? Um GottesWillen!!! "Bei-Fuß" stundenlang. Angesprochen, welchen Sinn sie in dieser Übung sehe, lautete die Antwort natürlich: Man müsse schließlich Rücksicht nehmen. Jegliche weitere Eröterung über Sinn und Unsinn eventueller Übertreibungen wurde kategorisch zurückgewiesen.

Weimi sind ja bekanntlich u.U. kleine Kotzbrocken, wenn man ihnen nicht genügend Gelegenheit gibt, mit anderen Hunden Sozialkontakte zu knüpfen. So kam einem die ein oder andere "Greultat" des besagten Weimis zu Ohren.

Wäre es bei diesem einen Hund geblieben, würde man sagen: Schade um den Hund. Hoffentlich landet er nicht in der Blauen Tüte.

Leider, leider scheint sich im Prenzel-Kietz fast könnte man sagen ein Sektierertum breit gemacht zu haben, deren Anhänger dem Glauben unterfallen sind, ein Hund braucht keine Sozialkontakte und Bei-Fuß-Gehen ist die ihm ureignenste Fortbewegung, mehr benötigt er nicht - Hauptsache Rücksicht!

So erzählte eine Bekannte meinem Schatzi nämlich folgende Story:

Sie geht mir ihren Wuschel so locker fröhlich im Park spazieren, als ihr eine Dame mit angeleintem Hund- kein Weimi -, ganz kurz gehalten, stramm bei Fuß gehend, entgegen kommt. Ihr Wuschel war natürlich interessiert am Hundekumpel und wollte sich ihm freundlich nähern, als besagte Kurzführer-Dame tadelnd dem Wuschelfrauchen zuraunte "

Wir tun hier sowas nicht. Aber Sie sind wohl neu zugezogen, dass Sie das nicht wissen."

Häh?! war die Antwort, vor lauter Überraschung. Wuschelfrauchen lebt in dem Kietz seit Kindesbeinen, aber von so'nem  Wir hat sie noch nix gehört.

Hundeleute unter sich kommen ja ins Quatschen und so bestätigte dann ein anderes Frauchen, dass sie auch mit ihrem Ersthund in die Falle getappt sei und jetzt daran arbeitet, ihrem Hund wieder das Hundsein beizubringen - gegen gutes Geld mittels eines Hundetrainers.

Ist doch wirklich traurig, was so manch Hundetrainer(In) verbocken kann. 

Manchmal lohnt es sich doch, vor Anschaffung eines Hundes die Standard-Literatur über das Wesen und Verhalten des Hundes zu studieren; dann fällt man auch nicht auf solche Hundegurus herein, hoffentlich.

Wie gesagt, wir haben nicht die Wahrheit gepachtet, vielleicht findet ja der eine oder andere, dass die Kietz-Sekte hier "richtig tut".


24.08.09

Wie ihr sicher bemerkt  habt, ist zur Zeit Ruhe im Karton. Urlaubszeit, schöne Zeit!

Sie sind nämlich alle weg, die Mamis und Papis, zurück aufs Land, wo sie herkommen, und wo die bösen Hunde da gehalten werden, wo sie hingehören .

War nur ein Scheeeeerz - mit ein bißchen Wahrheitsgehalt .

Ein klitzekleines Anekdötchen dennoch, ganz frisch:

Eine kleine Püppi fragt ganz altklug: "Dürfen die Hunde denn hier ohne Leine?"

Darauf Schatzi: "Aber klar doch, du doch auch." Woraufhin die sich dezent im Hintergrund haltende Mami der Püppi entnervt die Augen verdrehte.

Siehste, da heißt es immer, die Jungen wollten von den Alten nix lernen. Tun sie doch - nur leider das Falsche.

11.08.09

Auf dem Weg nach Hause kommt ein Radfahrer auf dem Gehweg hinter uns angefahren und bimmelt wie verrückt - wir und die Hunde setzen unterdes unseren Weg unbeirrt fort, als der Radler dann völlig entnervt versucht, sich links an uns vorbeizuquetschen. Auf den Zuruf von Schatzi, dass das hier ein Gehweg sei, schallt es entrüstet zurück: "Wo soll ich denn sonst fahren, etwa auf der Straße?!!!"

Yeah, Leute, wir Fußgänger sollten auf die Straße ausweichen. Sollen die Autos doch sehen, wo sie bleiben!




08.08.09

Schönes Wetter. Drei Erwachsene, zwei Kinder, vier Hunde unterwegs zum Hundestrand. Wettschwimmen um den Stock. Am Start: Zwei Erwachsene, ein Kind, vier Hunde. The Winner is:




Schön war's. Haben wir nochmal wiederholt, inklusive Picknick mit der ganzen Familie.



01.08.09 B+G

Eine ganz kurze Geschichte:

Wir waren mit unseren Hunden am Strand, als hinter uns ein Mann ständig nach Alpha-Fidelius rief. Top, dachten wir, so'n typischer Prenzelberger, der mit seiner Kröte unbedingt am Hundestand spazieren gehen muss, und haben die Augen schweifen lassen nach dem ungehörigen Gör, was es wohl anstellen mag. Der Singsang hörte gar nicht auf: Alpha-Fiiiideeeeeeliiiiuuuuuus gings in ständiger Tour. Ich wollte mich schon freundlich an den Vater wenden und ihm empfehlen, seinen Sohn vielleicht mal abzuholen, als gemächlich ein Husky angetüddelt kam und Herrchen ihn freundlichst in Empfang nahm. 

Schlimm finde ich ja schon immer die Doppelnamen, die heutzutage die Kinder bekommen  - aber dass es bei den  Hunden inzwischen auch soweit ist, läßt  mir  zu denken geben.

Dabei fällt mir eine Begebenheit ein, die Bernd kürzlich erlebt hat:

Er kommt zufällig an einem älteren Ehepaar vorbei, das gerade im Gespräch mit zwei Polzeibeamten ist, die eine Anzeige aufnehmen, offenbar wegen Beschädigung des Autos durch Kinder. Der glücklichen Fügung ist es zu verdanken - Willi musste gerade in deren Höhe ein Häufchen machen - dass er eine bezeichnende Aussage des Polizeibeamten mitbekommen hat:

"Wissen Sie, was wir zu hören bekommen, wenn wir Eltern darauf ansprechen, warum sie nicht eingreifen, wenn ihre kleinen Kinder Autos beschädigen? Das würde die Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit hindern und sie hätten ein Recht darauf, sich in ihrer Persönlichkeit frei entfalten zu können."

Bernd daraufhin: Der Spruch ist gut, den werde ich mir für meine Hunde merken. Daraufhin der Polizist: Das hören wir auch im Zusammenhang mit Hundehaltern. Bernd hat nur vergessen zu fragen, ob nur in Prenzelberg oder auch woanders.



28.07.09

Noch eine kleine Anekdote, die sich kürzlich bei mir auf der Arbeit zugetragen hat:

In unserem Büro sind - außer meinen Wurschtel - häufig auch noch zwei Hunde vom Chef und kürzlich auch der kleine Rennhamster der Kollegin zur Hebung des Arbeitsklimas anwesend. Nun haben wir auch eine neue Arbeitskollegin, die Tiere mag, aber mit Hunden selbst noch nicht wirklich viel zu tun hatte. Aber sie hatte ja  Dingo schon einige Wochen erlebt und ich habe ihr auch über Hunde und Hundeverhalten ein bißchen was erzählt.

Jetzt sitzt nun die kleine Maus  in der Tür unseres Bürozimmers, als die neue Arbeitskollegin sich zu ihr runterbeugt und sie intensiv  über den Kopf streichelt und Zwiesprache hält. Der Hund knurrt dabei laut und vernehmlich; ich war so perplex, dass ich nicht stante pede reagiert habe, dann aber eingriff und sie fragte, ob sie nicht höre, dass der Hund knurrt und sie besser sofort aufhört, wenn sie nicht die Zähne zu spüren bekommen will. .

Och, sagte meine Kollegin, ich hab gedacht, das wäre wie bei der Katze ein Ausdruck des Wohlgefühls, ein Schnurren.



Die Menschheit hat noch viel Aufklärungsbedarf, nicht nur die Allerkleinsten, vor allem die Großen - sonst klappt es auch nicht mit den Allerkleinsten.



28.07.09

Mal wieder eine kleine Geschichte aus zweiter Hand:

Eine Freundin, Besitzerin jetzt nur noch eines kleinen Hundes, sitzt entspannt in einen Park und läßt ihren "Rennhamster" durch die wilde, dreckige Walachei wetzen, zusammen mit anderen Hunden, als sich eine Dame mit einem Franz-Bulli  namens Bijou der Meute nähert und sich dieser freudig anschließt. Es geht die wilde Hatz durch Gebüsch und Modderlöcher, die Dame siehts entsetzt und schreit sich die Lunge aus dem Leib, krächzst fast nur noch - nur Bijou hat die Öhrchen offenbar gegen den "Wind" gestellt. Die Dame unzufrieden mit Bijou, sich selbst an der Misere unschuldig fühlend, konnte nicht umhin, ihrem Unmut laut kundzutun über die ungehörigen Hundebesitzer, die ihre Hunde nicht an die Leine nehmen und ihren Hund zum Ungehorsam zwingen.

Ist schon eine bunte Welt - da geht nichts mehr, nur noch staunend den Mund offen stehen lassen.



25.07.09

Bei der Geschichte mit dem Hund am Stuhlbein fällt mir eine Begebenheit ein, die sich vor Jahren ereignete - anderes Herrchen, anderer Hund, dasselbe Frauchen.

In der unendlichen Einfalt des Menschen, des einsichtigen Denkens sozusagen beraubt - hier stellt sich die Frage, ob die Einsichtsfähigkeit  ohnehin nicht  nur partiell auftritt, mehr oder weniger blitzartig - hatte das seinerzeitige Herrchen Pakito, einen Neufundländer mit nicht ganz so großem Gewicht , nur ca. 40 kg, im Straßencafé an sein Stuhlbein gebunden, fest im Glauben, das Kontergewicht von knapp dem Doppelten würde genügen, das schwarze Untier am Platz zu halten. Lange Rede kurzer Sinn - natürlich war das nicht so und dem ersten vorbeistolzierenden Rüden wurde im Schlepptau  Herrchen samt Stuhl  gezeigt, was eine Harke ist.

Ihr könnt Euch vorstellen: Der Rüde war tiefst beeindruckt wenn nicht gar verschreckt für sein Leben; das Herrchen trug einige Schürfwunden davon und hatte als Trost die Lacher der nicht wenig Umstehenden auf seiner Seite. Nun, er hat zumindest eingesehen, dass der Fehler bei ihm lag.




24.07.09 B+G

Ich weiss ja nicht so genau, wie es anderen Hundeleuten ergeht, aber was man schon fast täglich Kurioses erlebt , ist es eigentlich schon bald nicht mehr glaubwürdig - oder wir sehen manche Dinge zu eng.

Heute abend kommen wir mit unseren Wurschteln jedenfalls an eine Kreuzung - alle drei ohne Leine - und sehen auf der anderen Straßenseite eine fünfköpfige Menschengruppe mit Hund an der Leine. Nun, denken wir, dann warten wir mal mit unseren Hunden, bis die Gruppe mit Hund auf der anderen Straßenseite weg ist, um nicht unnötig Aufregung zu verursachen, zumal die Gruppe die ganze Straßenbreite einnahm und es nicht immer eine wirklich glückliche Situation ist, wenn drei Hunde auf einen angeleinten Hund stoßen und zudem noch viele Menschenbeine und -arme + Flexileine mit im Spiel sind. Die Gruppe bewegt sich nun aber plötzlich ganz langsam, scherzt und lacht, bleibt stehen, guckt ganz interessiert zu uns rüber - wie wir da mit den drei Hunden stehen und warten - gucken immer noch, stehen weiterhin, unterhalten sich ganz angeregt, schlendern dann ganz gemächlichen Schrittes um die Ecke, drehen sich nochmal um, bleiben wieder stehen, unterhalten sich ... Bis die dann endlich verschwunden waren - bzw. so halbwegs um die Ecke waren, dass wir die Straßenseite wechseln konnten, ohne mit dem Flexi-Hund zusammenzustoßen, standen wir bestimmt fünf Minuten an der Kreuzung und haben uns begaffen und kommentieren lassen.

Was geht in den Köpfen der Leute vor? Entweder waren die voller Vertrauen in die friedfertigen Qualitäten ihres Hundes und unserer Qualitäten bezüglich des Ingriffhabens unserer Hunde oder die haben noch nie die einschneidenden Qualitäten einer Flexileine erfahren dürfen.

Ich für meinen Teil hasse die Flexi-Leinen, ich finde in der Aufregung nie den Knopf zum feststellen der Leine und außerdem wickelt man  häufig Unbeteiligte noch mit ein - und wehe diese besitzen dann keinen Humor. Für Single ist die FLEXI jedoch ein MUSS - unbedingt sonntags am Grunewaldsee anzuwenden, das kann nur gut gehen!



22.07.09 B

Am frühen Morgen hat sich Bernd, wie jeden Morgen, mit Jenny und Willi auf den Weg zur Arbeit gemacht - wie immer die "Schleichwege" entlang. Das Wetter war schön, die ersten Sonnenanbeter saßen schon vor den Cafés und frühstückten. Bernd läßt an solchen Stellen die Hunde linker Hand bei Fuß gehen, damit sie nicht rechter Hand den Leuten die Wurst vom Brötchen stieren - eine gewisse Form der Höflichkeit und Rücksichtnahme muss man schon walten lassen. Jedenfalls nähert er sich einem Straßencafé und bemerkt von weitem einen kleinen Hund am Stuhlbein angeleint, beschwert durch Herrchen auf demselbigen Stuhl  - breitgrinsend Bernd entgegensehend. Wir kennen ja unsere Pappenheimer - Bernd schon in Erwartung dessen, was da kommen wird, die Wurf-Disc in der rechten Hand und die Hunde im Kommonado Fuß vorbei, die Fußhupe derweil schon in alleraggresivster Manier kläffend am Stuhlbein hängt, als er aus den Augenwinkeln bemerkt, wie der Minilöwe ihn von hinten ans Bein springen will - blitzschnell die Wurf-Disc dem Hund direkt vor die Füße geknallt, in der Hoffnung, dass dem Wüterich dies eine Lehre sein wird - denn Herrchen saß noch immer breitgrinsend auf seinem Stuhl und erfreute sich des Schauspiels, das sein Hund ihm bot. Nun, das Zwergelchen zuckte zwar kurz, stellte aber seine Kläfferei nicht ein - wenn auch ein wenig verhaltener als zuvor.

Nun dürfte man denken, Herrchen war peinlichst berührt ob der wüsten Attacke seines Gernegroß.

Mitnichten, ihr Lieben, ihr habt es erraten!

Kaum war die Disc gefallen und der Kläffer für eine 10tel Sekunde ruhig, tönte auch schon Herrchen seinem Hunde nach: "Was fällt den Dir ein!? Ich rufe gleich die Polizei! Deine Köter müssen an die Leine, hier herrscht Leinenzwang!"

Nun konnte Bernd natürlich sich eines Kommentars nicht enthalten und entgegnete ihm: Ja, ja die BZ-Leser, da kann nix Vernünftiges bei rumkommen. Und in dem Moment klappt das Wüterich-Herrchen seine Morgenlektüre zu: Die BZ.

Es ist was wahres dran, dass "Axel Springer" Meinungen bildet - BZ wie BILD +



19.07.09

Hundefreuden



Der "alte Mann" oder liebevoll "Kaninchen" genannt, ist doch recht gemächlich.







Ich habe gehört, in Brandenburg soll es "Gemeinden" geben, die auch solche einsamen Feldwege mit Leinenzwang belegen. Die Welt aus menschlicher Sicht scheint doch recht wunderlich - deren Ängste und 'nen Sack Kartoffeln und damit kommt man locker über'n Winter.

18.07.09

Hundescheiße contra Kinderkacke


Hier in Berlin bemüht man sich, die Hundehalter zu bewegen, die Hundekacke mittels Kotbeuteln aufzusammeln und zu entsorgen. Zwar können sich die einzelnen Bezirke nicht durchringen, hier hilfreich - finanziell - mitzuwirken, aber so einige Private, z.B. Geschäftsleute und auch größere Wohnungsgesellschaften sind bereit, die Spenderboxen und Kotbeutel zur Verfügung zu stellen, um die "Einsicht" zu erhöhen.

Um wie num, wir sind schon seit Jahren zur Fraktion der Scheiße-Aufheber gewechselt, für unsere Hunde. Schließlich findet es auch ein Hund nicht wirklich angnehm, zwischen den Haufen anderer Hunde herumbalancieren zu müssen, um noch ein freies Plätzchen für den eigenen Haufen zu finden. Wer Hunde beobachtet, wird feststellen, dass Hunde selten und höchst ungern in Fremdhaufen reintrampeln.

Nun wissen wir ja auch, dass die Nichthundehalter schon immer über die Hundescheiße gewettert haben. Also müsste man meinen, sie nehmen wohlwollend zur Kenntnis, dass dies - wenigstens von einigen - praktiziert wird.

Müsste man meinen. Wenn's die aus'm Bötzow-Viertel nicht gäbe. Die schweben in ganz anderen Sphären, die sich unsereiner niemals erschließen werden.

Häufig und immer wieder aufs Neue muss man sich folgende Sprüche von Kinderwagen schiebenden Müttern anhören:

"Iiiiih, das ist ja ekelig"

"Also nein, die Hundescheiße gehört aber nicht in den Abfalleimer, die muss gesondert entsorgt werden!"

Wenn man dann fragt, wie das denn mit der Kinderkacke aussehe - ob sie sich vor der Kinderkacke auch ekele und ob sie die Pampers auch gesondert entsorgt - dann kommt natürlich ganz entrüstet:

"Na, das ist ja wohl was ganz anderes!"

Das ist dann auch in den Parks und rund um die Kinderspielplätze was ganz anderes:  Da werden die vollgeschissenen Pampers in die Büsche geworfen oder über den Ästen der Bäume drapiert. Das ist dann aber auch wirklich was  gaaaanz anderes, sehe ich auch so.

Und damit man nicht denkt, das wir uns das aus den Fingern saugen, hier einige Fotos:




16.07.09

Heute bin ich dem Glauben an die Deutsche Justiz wieder ein wenig näher gekommen.

Das Verwaltungsgericht Berlin hat in einem Verfahren auf Gewährung von vorläufigen Rechtsschutz das Bezirksamt Berlin-Reinickendorf aufgrund unseres mehrseitigen Vortrages (nicht in eigener Sache - das war von unserem Büro für einen Mandanten) dazu bewegen können, einen verhängten generellen Leinenzwang auf lediglich einen örtlichen Bereich, nämlich eine Straße zu begrenzen. Das war mal tatsächlich eine sachgerechte Entscheidung. Hut ab vor dem Richter.



13.07.09 G
Und jetzt mal eine nette Geschichte, die ich heute erlebt habe:

So kurz vor den Ferien machen die Schulen ihre letzten Ausflüge und die S-Bahnen sind entsprechend rappelvoll. Den Dingo nehme ich ja nun immer mit zur Arbeit und der arme Wurschtel muss da durch und normalerweise suche ich mir immer eine Ecke, wo er unter eine Bank kriechen kann. Heute ging das aber leider nicht und wir landeten inmitten einer Horde von etwa 8jährigen Kindern. Die entsetzten Augen der Lehrerinnen ließen mich insgeheim schon die Augen rollen, aber ich dachte mir: So Kinnings, da müßt ihr durch. Und Dingo suchte sich ein Platz an der Tür aus, an dem ein Junge stand und legte sich genau auf seine Füße, ganz dicht an ihn gequetscht. Stocksteif, die Arme ein wenig angewinkelt, stand er da und mit einem schiefen Grinsen verkündete er seinen Klassenkameraden: "Ich habe keine Angst". Die Lehrerinnen entspannten sich, die anderen Kinder waren ganz neidisch und als die Lehrerin noch zu dem Jungen sagte: "Das macht 'nen ganzen Mann aus", war er stolz wie Bolle und sagte ganz cool zu mir: "Aber wenn ick aussteigen muss, steht er uff ?"

Da musste ich lachen - sowas läßt einen dann daran glauben, dass die Kinder doch noch keinen Schaden durch ihre hysterischen Eltern erlitten haben - wenn man sie dann läßt.



11.07.09

... und noch'n Gedicht:

Diesmal aber eine Geschichte, die meine Freundin erlebt hat:

Kürzlich machte sie mit ihren beiden Hunden eine nächtliche letzte Gassirunde - so gegen 22.00 Uhr, die Hunde, wie immer um diese Zeit, leinenlos, als plötzlich neben ihr ein Polizeiauto hält und der nette Beamte aussteigt um meine Freundin zu belehren, dass die Hunde an die Leine müßten. Nun kennt aber meine Freundin das Berliner Hundegesetz genau und Berlin hat keinen generellen Leinenzwang. Nicht auf den Mund gefallen und sich schon gar nicht eingeschüchtert gefühlt, klärt sie ihn über das Gesetz auf. Etwas aus der Fassung gebracht, dass man ihm sozusagen Widerworte gab, wollte er wissen, woher sie denn diese Weisheit hätte; worauf sie gar nicht verlegen ihm erklärte, dass sie als juristische Mitarbeiterin eines Rechtsanwalts wohl die einschlägigen Gesetze kenne und sie im übrigen es vorziehen würde, wenn er sich nicht  Dingen annehmen würde, die jeglicher Grundlage entbehrten. Der nette Polizist konnte aber nicht wirklich klein beigeben und rief ihr noch hinterher: Das nächste Mal machen sie aber ihre Hunde an die Leine!

Was lernen wir daraus? Hundehalter sind für jede Schikane gut, sogar für nächtlich gelangweilte Polizeibeamte.



10.07.09

Erstmal muss ich zum besseren Verständnis vorausschicken, dass bei uns die Fahrradfahrer aller Größen und Altersklassen grundsätzlich nicht auf der Straße fahren - ich denke mal, die sind besorgt um den zarten Hintern, weil die Straßen mit Kopfstein gepflastert sind. Außerdem scheint das Slalomfahren weitaus spaßiger zu sein und die fünf Sinne hervorragend zu trainieren und drittens spart man ungemein an Aufputschmitteln, weil der Adrenalin-Schock gratis auf jeder Tour mitgliefert wird, wenn man mit mindestens 30 Sachen dicht an den Hauseingängen vorbeifegt: Kommt einer - kommt keiner?!

Auch Mamis und Papis mit einem Kind vorne auf'm Lenkerkindersitz und einem  hinten auf'm Gepäckträger-Kindersitz frönen dieser Sportart.

Jetzt ist ja mein Männe so ein Mensch, der sich von diesen Sportfanatikern echt belästigt fühlt, in seiner freien Entfaltungsmöglichkeit stark eingeschränkt und zudem sich in seiner Gesundheit bedroht sieht, um nicht zu sagen um Leib und Leben, und diese Sorge ist nicht ganz unberechtigt:

Wie er mal wieder so dahinschlendert, auf seiner mittäglichen Gassirunde, kommt es wie es kommen muss, ein Fahrradfahrer sportiv auf seinem Rennrad, schon von weitem wild klingelnd, nähert sich ihm und schreit ihm in die Ohren, ob er nicht mal bald Platz machen wolle, er wolle hier durch! Mein Schatzi  - in solchen Dingen hart erprobt - reagiert nun schonmal gar nicht sondern schlendert weiter gemütlich den Weg entlang, einen Hund links, einen Hund rechts. Unser Sportler erbost sich außerordentlich und will zur Tat schreiten - nämlich links vorbei und  Hund und Schatzi abdrängeln.

Das war der Startschuss für ein bald tägliches Schauspiel, dass Schatzi schon fast genießt :

Guter Mann, wenn sie sich jetzt hier vorbeidrängeln und mich oder einen meiner Hunde berühren, dann wird ihnen das nicht bekommen. Sie befinden sich auf einem Gehweg und wenn ihnen das zulange dauert, bis ich den Weg freigebe: Dort ist die Straße!

Was glaubt ihr, welche Reaktion von dem Fahrradfahrer kam? Na?!

Na klar: "Ihr und Eure Scheißköter, Euch müßte man vergasen!

Was lernen wir daraus? Wer im Unrecht ist, darf  auf jeden Fall den anderen beschimpfen und vor allem Hundehalter einfach deswegen, weil sie Hundehalter sind.



08.07.09 B

Wie ich so mit meinem Hunden auf der mittäglichen Gassirunde daherschlendere, sehe ich von weitem 'nen Knirps - vielleicht so 9/10 Jahre alt - der einen jungen Schäferhund an der Leine hält und mit den Füßen auf den Hund eintritt. Ich denk: Kuckste dir das Schauspiel mal an. Der Junge tritt nach dem Hund, zieht ihn an den Ohren, zerrt an der Leine, tritt ihn wieder ... das ging so etwa fünf Minuten, dann hatte ich die Faxen dicke und bin hin zu dem  und frag ihn, warum er nun den Hund tritt etc. und welchen Zweck das denn nun habe. Der Kleene war gar nicht um Ausreden verlegen, und versuchte mir weis zu machen, er "erziehe" jetzt gerade seinen Hund und hatte für jede Tat eine Erklärung. Ich lese dem Jungen gerade die Leviten,  da kommt die Mama angefegt und will wissen, was denn hier nun abgeht. Ruhig erkläre ich ihr die Sachlage und habe  mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Mamas in Prenzelberg haben Kinder, die alles dürfen: Jedenfalls hat sie im Beisein ihres Bengels denselbigen in Schutz genommen, von wegen das ginge mich gar nichts an, was ihr Kind mache und im übrigen glaube sie mir das dann auch so nicht ... Als sich zwei Passanten zu Wort meldeten und meine Version bestätigen - sie beobachten das Tun des Goldkindes schon seit einer halben Stunde! - war die einzige Reaktion der Mama:
"Sie sind ja bekannt dafür, dass sie keine Kinder mögen!"

Was lernen wir daraus? Kinder mögen heißt, sie dürfen alles, einschließlich Tiere quälen.

Mir graust es jetzt schon, wenn vielleicht demnächst wieder in fetten Lettern in der BILD-Zeitung getitelt wird:  Schäferhund zerfleischt Kind!


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